Der Baum des Jahres 2008: die Walnuss

19.10.2007 - Quelle/Text: Bund Deutscher Forstleute

Die Walnuss wurde durch das Kuratorium „Baum des Jahres“ (KBJ) als Baum des Jahres 2008 ausgerufen. Der Nussbaum, der eigentlich Steinfrüchte hervorbringt, besitzt schon seit alters her eine hohe Bedeutung für den Menschen.

Walnussbaum
Walnussbaum

Ursprünglich der Früchte wegen angebaut, findet auch das besonders wertvolle Holz reißenden Absatz. Die natürliche Verbreitung der Walnuss in warmen Klimaten macht sie auch für den verstärkten Anbau in unseren Wäldern vor dem Hintergrund des Klimawandels noch interessanter.

Jedes Jahr wird der Baum des Jahres ausgerufen 

Jedes Jahr ruft das KBJ, dem auch der Bund Deutscher Forstleute (BDF) angehört, einen besonders seltenen oder auch schönen sowie ökologisch und landschaftlich wertvollen Baum aus, um so die Bedeutung der einzelnen Baumarten für den Menschen hervorzuheben.

Genauso wichtig ist auch die Betrachtung der Summe der Bäume und Baumarten in den Ökosystemen, zu denen auch der Wald zählt.

Schon für die Griechen besonders wertvoll

Die Walnuss
Der Walnussbaum: Blätter und Früchte

Mit der Walnuss wurde für das nächste Jahr ein besonders wertvoller Baum für den Menschen ausgewählt. Schon die Griechen erkannten dies im 6. Jahrhundert vor Christus und brachten die Baumart nach Europa. Sie gaben ihr den entsprechenden Namen „Göttliche Eichel“. Carl von Linné ergänzte den später römischen Gattungsnamen Juglans (Jupiter-Eichel) um den Zusatz regia, was soviel wie „königlich“ bedeutet.

Schale und Rinde werden als Gerb- und Beizmittel verwendet

Neben den Früchten finden auch die Blätter wichtige Verwendung. Die grünen Schalen und auch die Rinde werden als Gerb- und Beizmittel verwendet. In deutschen Wäldern findet sich die Walnuss nur selten. Doch jeder Förster freut sich über Exemplare dieser Art in seinem Wald, bringt das Holz des Baumes doch eine sehr hohe Wertschöpfung.

Edelholz für hochwertige Produkte

Das warme braune Edelholz wird nur für sehr hochwertige Produkte verwendet. Besonders gefragt sind Maserfurniere aus den Wurzelknollen der Bäume, die deshalb häufig ausgegraben werden.

Bedeutung für die Forstwirschaft in Zeiten des Klimawandels

Für die Forstleute von heute, die für den Wald von morgen verantwortlich sind, hat vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung die Walnuss aber noch eine ganz andere Bedeutung.

Einige heimische Baumarten werden den Klimawandel, der für das Zeitmaß des Waldes rasend schnell voranschreitet, nicht gut verkraften. Hier sind Baumarten von Vorteil, die in unseren Wäldern wachsen können, stabile Waldbestände aufbauen und erhalten helfen und so die vielfältigen Funktionen des Waldes für den Menschen aufrechterhalten.

„Bis wir in Deutschland ausgedehnte Walnusswälder wie in Kirgisien haben, wird es allerdings noch eine Weile dauern“, so Bernhard Dierdorf, Bundesvorsitzender des BDF.

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