Ausbreitung der Blauzungenkrankheit durch Klimawandel begünstigt
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Auch die Blauzungenkrankheit breitete sich aufgrund des Klimawandels vermutlich schneller aus.
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Auch für die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern, hat der beobachtete Klimawandel eine wichtige Bedeutung bei der Ausbreitung von Nordafrika nach Süd- und Südwesteuropa. Die Temperaturabhängigkeit der Erreger sowie Verschleppungen, die mit Tiertransporten entstehen, gelten als wesentliche Ursachen dafür, dass sich die Erreger seit dem letzten Jahr in Belgien, den Niederlanden, in Deutschland und in England verbreiteten. Systematische Überwachung der Vektorvorkommen wichtig Um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, halten es Klima- und Insektenforscher, Zoologen sowie Mediziner aus 14 europäischen Ländern für notwendig, die Vektorvorkommen systematisch zu überwachen. Die nationalen Überwachungsprogramme für übertragbare Krankheiten befassen sich bisher überwiegend mit den Erkrankungen des Menschen. Überwachungsprogramme für Überträger - wie Mücken oder Zecken - gibt es nur in einzelnen europäischen Ländern. In Deutschland fehlen sie. Sie sind aber nach Meinung der Fachleute erforderlich, um Gegenmaßnahmen frühzeitig mit Infektionsschutz und dem Umweltschutz in Einklang zu konzipieren und bei Bedarf anwenden zu können. |