Indiens Nachhaltigkeitsrat: International besetzt

23.10.2007 - Quelle/Text: Rat für Nachhaltige Entwicklung

Wer die internationale Zusammenarbeit in Sachen Umwelt und Entwicklung vorantreiben will, muss über den Tellerrand schauen. Der indische Nachhaltigkeitsrat hat das beherzigt und sich entsprechend aufgestellt: Die hochrangigen Mitglieder des Rates kommen aus fast einem Dutzend verschiedener Länder.

Slum in Pimpri, Indien
Slum in Pimpri, Indien: Der Bekämpfung der Armut hat sich auch der indische Nachhaltigkeitsrat verschrieben.

Zu den Ratsmitgliedern aus Übersee zählen unter anderem der Präsident des World Business Council for Sustainable Development, Björn Stigson, der Präsident Islands, Ólafur Ragnar Grimsson, sowie der amtierende Präsident der Weltnaturschutzunion IUCN, Valli Moosa.

Von indischer Seite sind in dem 18-köpfigen Gremium acht Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik vertreten. Vorsitzender des Rates ist Montek Singh Ahluwalia, stellvertretender Chef der indischen Planungskommission. Den Co-Vorsitz hat der Direktor des Earth Institutes, Jeffrey Sachs, übernommen.

Bereits Anfang des Jahres als regierungsunabhängige Initiative konstituiert 

Der prominent besetzte Nachhaltigkeitsrat konstituierte sich bereits Anfang des Jahres auf dem Delhi Sustainable Development Summit 2007 als regierungsunabhängige Initiative.

Fokus auf Armutsbekämpfung 

Neben der Erarbeitung von Umwelt- und Entwicklungsstrategien für die politischen Institutionen des Subkontinents will der Rat die Verbreitung von Informationen und guten Beispielen der nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Ein Fokus liegt auf der Armutsbekämpfung und der Herstellung gleicher Wohlstandsverhältnisse.

Enge Kooperation mit China geplant

Der indische Nachhaltigkeitsrat sieht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Nachbarn vor. Anknüpfungspunkt ist der seit 16 Jahren bestehende Rat für internationale Kooperation zu Umwelt und Entwicklung der Volksrepublik (China Council for International Cooperation on Environment and Development, CCICED). Die Kooperation soll künftig Experten und Politiker beider Länder zusammenzubringen, um ein gemeinsames Verständnis einer nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben.

Erste  Arbeitsergebnisse bis Ende Novemberg

Erste Arbeitsergebnisse will der Rat Ende des Jahres vorlegen. Grundlage der Empfehlungen ist die Studie „GREEN India 2047“ des indischen TERI-Institutes. Die befasst sich im Wesentlichen mit den gegenwärtigen Trends der Umweltsituation des Subkontinents und macht Vorschläge für nachhaltige Entwicklungspfade. Das TERI-Institute gilt als treibende Kraft bei der Einsetzung des Rates und unterstützt das Gremium organisatorisch.

Vor der Übermittlung an die indische Regierung wird der Rat seine Empfehlungen einer breiteren Fachöffentlichkeit auf einer Anfang November stattfindenden Konferenz in Neu Delhi präsentieren. Das nächste Jahrestreffen des indischen Rates findet dann im Februar im Rahmen des Delhi Sustainable Development Summit 2008 statt.

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite