Al Gore: Der wohl bekannteste Klimaschützer
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Cover der DVD "Eine unbequeme Wahrheit"
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Al Gore ist der wohl bekannteste Klimaschützer. Unter anderem wurde in diesem Jahr sein Dokumentarfilm "Die unbequeme Wahrheit" mit einem Oscar geehrt. Aber auch bereits in den 1990er Jahren verfasste er mit dem Buch "Wege zum Gleichgewicht" einen Klassiker der Umweltliteratur. In der Analyse der weltweiten Herausforderungen im Umweltbereich macht Al Gore auf die Notwendigkeit eines bestimmten Handelns aufmerksam und sieht die USA als wichtigen Partner. Präsidentschaftskandidat in 2000
Gore gehört der Demokratischen Partei in den USA an und war unter Bill Clinton Vize-Präsident der USA. 2000 trat er selbst als Präsidentschaftskandidat an, verlor aber im November gegen den jetzigen Amtsinhaber George W. Bush, einen Republikaner. Bush wird international vorgeworfen, zu wenig gegen den Klimawandel zu tun. "Al Gore hat mit seiner Öffentlichkeitsarbeit zum Klimawandel in den vergangenen Monaten und Jahren stark dazu beigetragen, das Bewusstsein über die Notwendigkeit ernsthaften Klimaschutzes in der ganzen Welt zu schärfen" lobte Klaus Milke von der deutschen Nichtregierungsorganisation Germanwatch die Entscheidung. Al Gore zeigt sich tief geehrt
In einer ersten Stellungnahme gab Al Gore bekannt, sich "tief geehrt" zu fühlen. Er beabsichtigt, seinen Anteil am Preisgeld (fünf Millionen Kronen) an die Alliance for Climate Protection zu spenden, eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Wahrnehmung der Gefahren der Klimakrise in der amerikanischen und internationalen Öffentlichkeit zu stärken.
Beispiel für die wichtige Rolle, die jeder einzelne bei der Bewältigung weltweiter Probleme spielen kann
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, das außergewöhnliche Engagement Gores sei ein Beispiel für die wichtige Rolle, die jeder einzelne bei der Bewältigung weltweiter Probleme spielen könne. Glückwünsche kamen auch aus Berlin. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sagte, das Nobelpreis-Komitee habe damit das Thema Klimaschutz in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, erinnerte aber zugleich kritisch an die Amtszeit des 59-Jährigen, in der sich die USA gegen den Beitritt zum Kyoto-Protokoll entschieden haben. Tschechischer Präsident weißt Gores Klimathesen zurück Kritik kam dagegen vom tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus, der die Klimathesen Gores mehrfach öffentlich zurückgewiesen hatte. Der Zusammenhang zwischen dem Weltfrieden und den "Aktivitäten" von Gore sei "undeutlich", teilte die Kanzlei des Politikers mit. |