Nationale CSR-Strategie: Arbeit aufgenommen

31.01.2009 - Quelle/Text: Rat für Nachhaltige Entwicklung

Die Bundesregierung hat vor rund einem Jahr die Planungen für eine nationale Strategie zur unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) aufgenommen. Mitte Januar traf nun zum ersten Mal ein von der Regierung berufenes Forum zusammen, das Empfehlungen zu dieser nationalen CSR-Strategie entwickeln soll. An dessen Aufgaben entzündete sich schon im Vorfeld des ersten Treffens Kritik.

Die Mitglieder des Forums wurden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das bei der Ausarbeitung der nationalen CSR-Strategie die Federführung übernommen hat, in Abstimmung mit weiteren Ressorts berufen. Es setzt sich aus rund vierzig Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist durch seinen Vorsitzenden, Dr. Volker Hauff, in dem Forum vertreten.

Forum soll Grundlagen fuer CSR Strategie ausarbeiten

Nach dem Willen der Bundesregierung soll das für zwei Jahre eingesetzte Forum Empfehlungen zur nationalen CSR-Strategie ausarbeiten und sich auf gemeinsame Ziele verständigen. Die unter anderem auf dieser Grundlage zu entwickelnde CSR-Strategie soll dann als „Aktionsplan CSR in Deutschland“ der Bundesregierung vorgelegt werden. Die Bundesregierung will mit dieser Strategie die soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung fördern und die Übernahme sozialer Verantwortung durch deutsche Unternehmen in der Öffentlichkeit sowie im In- und Ausland sichtbarer machen.

Handlungen anstatt weiterer Konzepte gewuenscht

Darüber, dass CSR in Deutschland gefördert und sichtbarer gemacht werden muss, bestehen keine Zweifel. Entsprechende Empfehlungen stellte der Rat für Nachhaltige Entwicklung bereits im September 2006 vor. Der Rat hatte mit den konkreten Empfehlungen unter anderem auch die Politik angesprochen und der Bundesregierung geraten, die Erwartungen, die sie an die Unternehmen stellt, als „gesellschaftliche Verantwortung“ auch im eigenen Bereich anzuerkennen. Der Veröffentlichung dieser Empfehlungen vorausgegangen war ein breiter Dialogprozess mit allen für CSR relevanten gesellschaftlichen Gruppen, in dem gemeinsame Handlungsempfehlungen an Bundesregierung und Wirtschaft entwickelt wurden.

Angesichts dieses und ähnlicher weiterer Prozesse, die in der Vergangenheit gelaufen waren, wird von vielen Akteuren nunmehr ein qualitativ neuer Schritt erwartet. Das Bestreben, in der Sache und sehr praktisch und ergebnisorientiert voranzukommen, trägt die Bereitschaft der interessierten Kreise zur Teilnahme an der Erarbeitung einer CSR-Strategie der Bundesregierung. 

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