Stein(zeit)kohlekraftwerke steigern Konzerngewinne
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Stein(zeit)kohlekraftwerke steigern Gewinne der Energiekonzerne, erhöhen die Strompreise und belasten das Klima.
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Steinkohlekraftwerke sind für Energiekonzerne auch deshalb so interessant, weil sie die von der Bundesregierung geschenkten Klima-Verschmutzungsrechte (Emissionszertifikate) über die erhöhten Strompreise als Kosten an ihre Stromkunden weiterverrechnen dürfen – obwohl sie selbst dafür nichts bezahlt haben. Möglichst viele dieser Dreckschleudern zu bauen steigert also direkt die Gewinne der Energiekonzerne. Breiter Widerstand quer durch Bevölkerung und politische Parteien Auf deutscher Seite versuchen Bündnis90 / DIE GRÜNEN von Greifswald, Ost Vorpommern, Bad Vilbel, Mühldorf, Traunstein, Viernheim, Schwabach und Vogelsbergkreis den Bau des Kraftwerks zu verhindern. Auf österreichischer Seite stützen die Innsbrucker und die Salzburger GRÜNEN das Bündnis. Hintergrund: Es geht natürlich um Geld Sieben Stadtwerke aus Deutschland und Österreich wollen sich an dem geplanten Steinkohlekraftwerk Lubmin beteiligen. Das hat für die Stadtwerke selbst meist ganz pragmatische Gründe. Sie versuchen ihre Existenz zu sichern und das meiste Geld lässt sich mit Strom in der Erzeugerstufe verdienen. Vielfach wird auch damit argumentiert, dass dieses gewinnträchtige Engagement helfen soll, den Strompreis niedrig zu halten. Deutschland bezahlt Klima-Verschmutzungsrechte für in Österreich verbrauchten Strom "Praktischer" Nebeneffekt solcher Investments in ausländische Steinkohlekraftwerke: Ihr CO2-Ausstoß wird nicht der heimischen CO2-Bilanz zugerechnet! "Durch derartige Beteiligungen lässt sich die Klimabilanz der eigenen Heimat gut beschönigen. Wer kein Steinkohlekraftwerk vor der Haustür hat, muss auch nicht fürchten, dass seine Region als Klimakiller verschrien wird. Die internationale Zusammenarbeit der GRÜNEN soll unter anderem auch aufzeigen, dass die Verlagerung klimafeindlicher Anlagen das Gesamtproblem nicht verringert", betont Reiter. |