Klimaschutz - Kritik am Emissionshandel

24.08.2007 - Quelle/Text: Sonstiges/Eigenes Material

Im März formulierte die EU ambitiöse Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und zur Umstellung auf erneuerbare Brennstoffe. Nun mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Regierungen versuchen, sich von diesen Zielen zu verabschieden.

Aftonbladet, Schweden: Verantwortung der reichen Länder beim Klimaschutz

KOPIE
José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission

Der Orkan "Dean" hat soeben in Mittelamerika Verwüstungen hinterlassen. Die schwedische Zeitung Aftonbladet nimmt das zum Anlass, um an die Verantwortung der reichen Länder beim Thema Klimaschutz zu erinnern:

Beim EU-Gipfel im März wurden ambitiöse Ziele formuliert, den CO2-Ausstoß zu mindern und auf erneuerbare Brennstoffe umzusatteln. Nun gibt es Anzeichen dafür, dass die Regierungen versuchen, sich zu drücken...

Wahrscheinlich wird die Lösung heißen, Emissionsrechte von armen Ländern zu kaufen

Gleichzeitig betreibt die europäische Industrie, inklusive dem schwedischen Unternehmen Vattenfall, Lobbying für ein Klimaabkommen, das auf globalem Emissionshandel mit einem gemeinsamen Preis für Kohlendioxid basiert. In der Praxis heißt das, dass die Unternehmen daheim keine teuren Maßnahmen ergreifen müssen.

Die Klimaziele der EU und Schwedens müssten so ambitiös sein, dass die Unternehmen unter Druck gesetzt werden, neue Techniken zu entwickeln. Deshalb ist es falsch, sich Ausstoß-Minderungen in armen Ländern zu Gute rechnen zu lassen, um die Kosten für die eigene Industrie zu reduzieren.

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