|
| © Karl Amman |
 |
|
|
Holzlaster
|
|
Sie wehren sich dagegen, dass der Konzern Aracruz ihnen 11.000 Hektar Land weggenommen hat. Aracruz hatte die Indianer während der brasilianischen Militärdiktatur von diesem Territorium vertrieben, um dort in Monokultur Eukalyptus-Plantagen anzulegen. ROBIN WOOD unterstützt die Indianer im Kampf um ihr Gebiet. Insbesondere fordert ROBIN WOOD die großen Kunden von Aracruz auf, sich dafür einzusetzen, dass der Konflikt friedlich gelöst wird. Die beiden Konzerne Procter&Gamble und Kimberly-Clark verarbeiten Eukalyptus-Zellstoff von Aracruz für ihre Markenprodukte wie Tempo-Taschentücher, Charmin-Klopapier bzw. Hakle und Kleenex-Tücher. Procter&Gamble und Kimberly-Clark sind die größten Kunden von Aracruz und nehmen zusammen 45 Prozent seiner Zellstoffproduktion ab. ROBIN WOOD erwartet, dass die beiden multinationalen Konsumartikel-Konzerne ihrer Verantwortung gerecht werden und sich dafür einsetzen, dass Aracruz keinen Zellstoff auf Kosten entrechteter Indianer in Brasilien produziert. Obwohl beide Unternehmen von ROBIN WOOD mehrfach auf den Landkonflikt hingewiesen wurden - eine erste Protestaktion am Tempo-Werk in Neuss gab es bereits im Mai dieses Jahres - weigern sie sich bislang hartnäckig, Konsequenzen zu ziehen. |
Druck aus Deutschland notwendig
„In Deutschland wissen bislang nur wenige Verbraucher, dass für Tempo-Taschentücher Indianer vertrieben werden. Wenn diese Nachricht breitere Kreise zieht, werden Procter&Gamble und Kimberly-Clark mit ihren Markenprodukten erheblich unter Druck geraten. Und das ist auch gut so“, sagt Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent von ROBIN WOOD. |