Studie: Bestimmte Honigsorten effektiver als Antibiotika

03.07.2009 - Quelle/Text: Informationsdienst Wissenschaft online

In einer bisher einzigartigen Studie haben Forscher der University of Sydney Beweise dafür gefunden, dass manche Honigsorten bei der Behandlung von oberflächlichen Wunden und Infektionen effektiver wirken als Antibiotika.

Antibiotika: nur gegen bestimmte Bakterien wirksam - Resistenzen als Problem

Antibiotika wirken in der Regel nur gegen bestimmte Bakterien. Die meisten Bakterien, die Infektionen in Krankenhäusern verursachen, sind noch dazu gegen mindestens ein Antibiotikum resistent.

Die in der Studie eingesetzten Honigsorten wirkten jedoch gegen alle gestesteten Erreger, darunter auch multiresistente Bakterien. Was besonders entscheidend ist, die Bakterien passten sich nicht an und entwickelten keine Resistenz gegenüber dem Honig, wie dies bei Antibiotika der Fall ist.

Honigsorten werden bisher kaum eingesetzt - alternativer Behandlungsweg vielversprechend

Biene
Biene

Die von den Wissenschaftlern verwendeten Honigsorten waren Manuka und Jelly Bush aus Neuseeland bzw. Australien. Beide sind zwar als medizinische Varianten erhältlich, werden jedoch in Krankenhäusern kaum eingesetzt.

Mit der vorliegenden Studie konnte erstmals gezeigt werden, dass der medizinische Honig in vielen Fällen antibiotische Cremes auf Wunden oder an Kathetern ersetzen könnte. In Anbetracht einer immer kürzeren Lebensdauer vieler Antibiotika sind alternative Behandlungswege gegen Infektionen unerlässlich.

Besondere Nahrung für Bienen

Den getesteten Honigsorten ist gemein, dass sie von Bienen produziert werden, die sich von Pflanzen der Gattung Leptospermum - allgemein auch als Teebaum bekannt - ernähren. Bisher wissen die Forscher nicht genau, wie der Honig Infektionen vermeidet und abtötet. Sie vermuten, dass ein Bestandteil namens Methylglyoxal eine Wechselwirkung mit anderen, bisher unbekannten, Bestandteilen des Honigs eingeht und so infektionsauslösende Bakterien daran hindert, neue Stämme zu bilden, die gegen den Honig resistent sind.

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opa broesel, 04.07.2009 18:49:09
Moin!
Das ist in der Volks- u. Naturheilkunde ein ganz, ganz 'alter Hut' - dort weiß man seit Jahrhunderten um die (u. a. )entzündungswidrige Wirkung von Honig!
Das Erfahrungswissen 'alter Medizinmänner' und früherer weiser Frauen haben Schulwissenschaft u. Kirche leider weitgehend erfolgreich aus unserem Wissensschatz verdrängt.
michi, 21.10.2009 18:22:58
Kommentar zum Artikel von: opa broesel, 04.07.2009 18:49:09
Hallo, dem "moin" entnehme ich, das opa broesel aus dem Norden kommt. Ich komme gebürtig auch von der Küste (Niedersachsen) und kenne von früher auch noch ältere Leute, die Krankheiten besprochen haben. Das hat oft etwas genützt, sogar bei Tieren (Ponys). Es ist wirklich schade, das dieses Wissen verloren geht, meiner Meinung nach wäre es gerade zukünftig wichtig, darauf wieder zurückzugreifen.

Bezgl. dem Honig: kann man den auf als "Normalbürger" kaufen? Viele Grüße, michi
H2MPX, 07.11.2009 15:06:11
Versuch doch einfach mal einen Biohonig, ich erinnere mich, dass meine Oma sich Honig auf gereizte Hautstellen geschmiert hat. Scheint also allgemein ein altes Hausrezept zu sein.
Dr. No, 22.11.2009 20:35:57
Kommentar zum Artikel von: opa broesel, 04.07.2009 18:49:09
Sorry- Opa! Das ist mir zu einfach! Eure Wässerchen u. Kamille und und konnten keine Syphilllis, Pest etc. heilen! Bitte keine Stammtisch-Parolen- was früher alles so gut war. A bisserl Nachweise, Belege und so- wie wär das? Dr.No

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