BUND fordert Bundesinstitut für Risikobewertung zum Handeln auf
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Gesundheitsgefahr für Babys durch Bisphenol A?
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„Es ist nicht hinnehmbar, dass die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit die vorliegenden Untersuchungen über die Gefährlichkeit von Bisphenol A weiter ignoriert“, sagte Heribert Wefers, Chemieexperte beim BUND. „Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung muss endlich handeln und ein Verbot von Polycarbonat in Babyfläschchen auf den Weg bringen.“ Die deutschen Behörden müssten außerdem dafür sorgen, dass Bisphenol A auf die Liste der von der EU-Chemikalienverordnung REACH als besonders besorgniserregend eingestuften Substanzen gesetzt werde. Ein seitens der Hersteller beantragter Einsatz der Chemikalie im Lebensmittelsektor dürfe entsprechend der Richtlinie dann nicht mehr zugelassen werden. 400.000 Tonnen Bisphenol / Jahr für deutschen Markt
Die Chemieunternehmen Bayer und Dow Chemical vermarkten in Deutschland jährlich rund 400.000 Tonnen des Stoffes. Außer bei der Herstellung von Babyfläschchen wird Bisphenol A u. a. in Beschichtungen von Konserven- und Getränkedosen sowie in Plastikbehältern für Lebensmittel eingesetzt. Laut BUND sind Babyflaschen aus Polycarbonat in Kanada bereits verboten. Auch der amerikanische Handelsriese „Walmart“ habe angekündigt, sie aus dem Sortiment zu verbannen. „Die Handelsketten in Deutschland müssen dem umgehend folgen, das sind sie der Gesundheit der Kinder schuldig“, sagte Wefers. BUND: Beispiel verfehlter Chemiepolitik - Gefährlichkeit seit mehr als zehn Jahren bekannt Der BUND veröffentlichte heute unter dem Titel „Hormone in der Babyflasche - Bisphenol A: Beispiel einer verfehlten Chemikalienpolitik“ eigene Recherchen, die das Gefährdungspotential von Bisphenol A belegen. Demnach ist die Tatsache, dass geringe Mengen des Stoffes das Hormonsystem von Menschen und Tieren schädigen können, bereits seit mehr als zehn Jahren bekannt. |