Keine Strompreiserhöhungen bei Ökostrom

18.06.2007 - Quelle/Text: Deutscher Naturschutzring

Etwa hundert Stromversorger erhöhen Anfang Juli erneut ihre Preise. Der Preis für Ökostrom bleibt jedoch stabil. Vielerorts ist "grüner Strom" dann nicht mehr teurer als Strom aus risikoreichen Atomkraftwerken oder klimaschädlichen Kohlemeilern.

Etwa 100 herkömmliche Stromversorger erhöhen Preise

Strommast
Der Anteil regenerativ erzeugten Stroms lag 2006 bei 12 Prozent in Deutschland.

Die wichtigsten Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbände und Anti-Atomkraftinitiativen haben die Verbraucherinnen und Verbraucher, Gewerbetreibende und Unternehmen gemeinsam aufgefordert, zum 1. Juli den Stromversorger zu wechseln.

Die im Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" zusammengeschlossenen Organisationen reagierten damit auf die Ankündigung von etwa 100 traditionellen Stromversorgern, die Preise zur Jahresmitte erneut - zum Teil drastisch - zu erhöhen.

Kunden sollen Verbrauchermacht nutzen

"Zeigen Sie den Konzernen und ihren Tochterunternehmen, die jetzt zum wiederholten Mal ohne plausible Begründung die Strompreise erhöhen, die rote Karte und wechseln Sie zum Ökostrom", heißt es in einer Erklärung des Aktionsbündnisses.

"Nutzen Sie Ihre Verbrauchermacht. Machen Sie Politik mit dem Einkaufskorb und fangen Sie beim Strom an. Helfen Sie mit, Atomstrom zu einer immer schwerer verkäuflichen Ware zu machen und fördern sie zukunftsfähige Elektrizität aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse."

Ökostrom gibt es oft schon zum gleichen Preis

Die Teilnehmerverbände von "Atomausstieg selber machen" empfehlen den Wechsel zu den vier überregional tätigen und nicht mit den Atomkonzernen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW verflochtenen Ökostromanbieter Naturstrom, Greenpeace energy, EWS Schönau und Lichtblick. Da die Ökostromer im Gegensatz zur Konkurrenz keine Preiserhöhungen planen, steigt ihre Attraktivität - auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Bereits jetzt ist Ökostrom in vielen Regionen zum gleichen Preis oder sogar günstiger als herkömmlicher Strom zu haben.

Preis von herkömmlichem Strom steigt um durchschnittlich 8 Prozent

Hintergrund: Zum 1. Juli wird bundesweit die Genehmigungspflicht für Grundversorgungstarife abgeschafft. Das bedeutet, dass die Versorger die Strompreise nicht mehr den Behörden zur Überprüfung vorlegen müssen. Viele Versorgungsunternehmen nutzen dies aus und erhöhen ihre Preise. Die Grundversorgungstarife dieser Lieferanten steigern sich um durchschnittlich acht Prozent, in einem Fall sogar um mehr als 34 Prozent.

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!
Greenhouse, 25.06.2007 01:20:58
Für den Ökostrom-Einstieg: Einen praktischen Stromrechner, um die Preise für den eigenen Energieverbrauch zu ermitteln, gibt es hier:

http://www.oekostromwechsel.de/strom/stromrechner
schmako, 12.01.2008 18:54:15
Kommentar zum Artikel von: Greenhouse, 25.06.2007 01:20:58
Wer um Himmel willen weiß wo der sogennante Ökostrom herkommt?
Nachdenken, informieren = mehr Wissen!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite