Datenbank zeigt Einsparpotenziale und vermittelt Contracting-Lösungen

06.11.2006 - Quelle/Text: Deutsche Energie-Agentur GmbH

Eine neue Datenbank der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bietet öffentlichen Verwaltungen schnell und unkompliziert einen ersten Überblick über mögliche Potenziale, Energie in Ämtern, Schulen und anderen öffentlichen Liegenschaften einzusparen.

Nach Eingabe der Gebäudedaten berechnet das Programm spezifische Kennwerte für den Energieverbrauch von Heizung und Strom und vergleicht diese mit den Eigenschaften des entsprechenden Gebäudetyps. Auf Wunsch prüfen Experten der dena auch, wie die Energiebilanz durch Energie-Contracting oder Kraft-Wärme-Kopplung verbessert werden kann.

Große Einsparpotentiale bei öffentlichen Gebäuden

Bürogebäude
Die Städte unterhalten i.d.R. viele Gebäude. Contracting ermöglicht Energieeinsparungen.

"Die Datenbank richtet sich gezielt an die Verantwortlichen für öffentliche Liegenschaften, weil hier nach wie vor große Einsparpotenziale nicht genutzt werden", betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Die Energieversorgung belaste die kommunalen Haushalte mit über zwei Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend. "Ein beträchtlicher Teil dieser Kosten kann mit effizienter Technik eingespart werden. Das ist zu wenig bekannt. Deshalb informieren wir mit unserem Angebot sowohl über die Einsparpotenziale als auch über praktische Möglichkeiten, durch Contracting oder Kraft-Wärme-Kopplung die Kosten erheblich zu reduzieren."

Experten werten Daten aus und zeigen Handlungspotentiale auf

Zur Berechnung der spezifischen Verbrauchskennwerte benötigt die Datenbank nähere Angaben zum Gebäude wie etwa Gebäudetyp und -fläche, Energieträger sowie Energieverbrauch für Heizenergie und Strom. Für den Contracting-Check werden weitere Informationen zur Wärmeerzeugung und Anlagentechnik und neben dem Verbrauch auch die Kosten für Heizenergie und Strom aus den Jahren 2003 bis 2005 abgefragt.

dena-Experten analysieren dann die Gebäudedaten, bewerten das Potenzial für Energie-Contracting und Kraft-Wärme-Kopplung und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab. Diese Daten können später als Grundlage für den vom Gesetzgeber geplanten Energieausweis genutzt werden. Bei Bedarf vermittelt die dena Kontakte zu kompetenten Energiedienstleistern, die ergänzende Potenzialanalysen erstellen.

Contracting: Dienstleistungsunternehmen garantiert Energiekostensenkung

Beim Contracting muss die öffentliche Hand weder zusätzliche  Mittel aufbringen noch unternehmerische, technische oder organisatorische Risiken tragen. Ein Dienstleistungsunternehmen, auch Contractor genannt, garantiert dem Eigentümer per Vertrag, die Energiekosten um einen bestimmten Prozentsatz zu senken oder Energie zu einem günstigeren Preis zu liefern. Der Contractor finanziert seine Aufwendungen und Investitionen durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten oder durch ein Entgelt für die gelieferten Medien wie Wärme, Kälte oder Strom. Der Vertrag läuft in der Regel über sieben bis 15 Jahre.

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!
sabbelkopf, 07.11.2006 12:07:34
Ein sehr sinnvolles Angebot - längst überfällig!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite