Neue Atmosphäre deutlich wahrnehmbar - USA mit am Tisch
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Der Klimaschutz muss künftig verstärkt werden.
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Im Unterschied zu den Verhandlungen in Posen wurde in Bonn eine neue Atmosphäre deutlich. "Unter anderem hat auch der positive Wiedereinstieg der USA dazu geführt, dass man bei einigen Details konstruktiv miteinander gearbeitet hat. Dennoch ist die Kluft zwischen den Detailverhandlungen und dem, was aus der politischen Ebene an konkreten Zahlen auf den Tisch gelegt werden muss, gewaltig", erklärt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch.
Das Spiel Industrie-/Schwellenländer
"Die Staaten behindern sich hier gegenseitig. Die Schwellenländer fordern von den Industriestaaten finanzielle und technische Unterstützung für Anpassung an den Klimawandel und für Klimaschutz. Gleichzeitig wollen die Industrienationen erst dann CO2-Reduktionsziele nennen, wenn China und andere Schwellenländer ambitionierte Aktivitäten für den Klimaschutz ergreifen", erläutert Klaus Milke. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass eine Reduktion der CO2-Emissionen in den Industriestaaten von mehr als 40 Prozent notwendig ist, um den gefährlichen Klimawandel abzuwenden.
Krise für zielgerichtete Investitionen nutzen
"Bei allen kommenden Treffen der Staats- und Regierungschefs muss deutlich werden, dass sie die Chance nutzen, zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise in großem Stil in grüne Technologien zu investieren. Damit kann auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Wenn diese Chance ungenutzt bleibt, steuern wir auf eine Krise der Energie- und Klimasicherheit zu", so Bals. International seien vor allem die USA, die Europäische Union und China gefragt, Führungsstärke zu zeigen, um vor Kopenhagen die notwendige Bewegung in die Verhandlungen zu bekommen. In den Klimaverhandlungen üben vor allem die am wenigsten entwickelten Staaten (LDC) und die kleinen Inselstaaten, die zum Teil um ihre Existenz fürchten, Druck auf die großen Industrie- und Schwellenländer aus, endlich ernst mit dem Klimaschutz zu machen.
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