Klimaschutz als unternehmerische Chance
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Verbraucher möchten wissen, wie klimafreundlich die von ihnen konsumierten Produkte sind.
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Führende Unternehmen erkennen die Chancen, die ein aktiver Klimaschutz für den unternehmerischen Erfolg bietet. Voraussetzung ist die Kenntnis der eigenen Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Als ein wesentliches Instrument wird die einheitliche Ermittlung der mit der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Waren und Dienstleistungen einhergehenden Treibhausgasemissionen diskutiert. Durch die einheitliche Erfassung können Reduktionspotentiale erkannt und umgesetzt werden. Neben Rohstoff- und Kosteneinsparungen wird die nachvollziehbare Darstellung von emissionsreduzierten Produkten als Wettbewerbsvorteil im wachsenden Markt für klimafreundliche Angebote erkannt. Aktiver Klimaschutz kann zu einem Innovationsschub entlang der Wertschöpfungskette führen. Konsumenten wollen Aufklärung
Etwa 40 % der klimarelevanten Emissionen eines jeden Bundesbürgers werden durch Ernährung und Konsum verursacht (Quelle: Umweltbundesamt 2007). Bislang haben Konsumenten kaum die Möglichkeit, klimafreundliche Angebote zu erkennen und bei Ihren Kaufentscheidungen zu berücksichtigen. Einheitliche und nachvollziehbare Kennzeichnungen von Konsumgütern fehlen. Europäische Initiativen
Vor diesem Hintergrund wurde im März 2007 vom Carbon Trust in Großbritannien in Zusammenarbeit mit den Marken „Boots“ (Drogeriekette), „Walkers Crisps“ und „Innocent Drinks” ein Pilotprojekt initiiert, um Product Carbon Footprints (PCF), nach einer einheitlichen Methodik zu berechnen. Durch die Analyse konnten die Emissionen in der Wertschöpfungskette gesenkt werden. Der reduzierte PCF wurde dann über ein CO2-Label kommuniziert. Inzwischen haben sich mehr als 15 Unternehmen der Initiative angeschlossen. Sie verfolgen gemeinschaftlich das Ziel, Transparenz hinsichtlich der mit den eigenen Produkten verbundenen CO2- und Treibhausgasemissionen zu schaffen. In weiteren europäischen Ländern wie Frankreich, Österreich und der Schweiz wird aktuell die Ermittlung und Kennzeichnung der Klimarelevanz von Konsumgütern diskutiert. Product Carbon Footprint Pilotprojekt Deutschland Ein Konsortium aus WWF, Öko-Institut, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und THEMA1 bietet nun ausgewählten Unternehmen die Teilnahme am PCF Pilotprojekt Deutschland an. Diese erhalten die Möglichkeit, eigene produktbezogene Treibhausgasbilanzen nach einer international anerkannten Methodik zu erstellen und zu kommunizieren. Reduktionspotenziale können so erschlossen und Erfahrungen in der Vermarktung klimabewusster Produkte gesammelt werden.
Das PCF Pilotprojekt Deutschland gibt klare Empfehlungen zu Weiterentwicklung und internationaler Harmonisierung von Methoden und Standards. Mittel- und langfristig soll die internationale Diskussion um eine CO2-Kennzeichnung von Produkten aktiv mitgestaltet werden. Vor dem aktuellen Hintergrund verschiedener Labelansätze unterschiedlicher Qualität besteht intensiver Abstimmungsbedarf, um Konsumenten sachgerecht zu informieren und bei klimabewussten Kaufentscheidungen zu unterstützen. |