Die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehende „Blume des Jahres 1998“ ist in Gefahr
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| © Deutsche Bundesstiftung Umwelt |
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Verlandete Gräben werden mit Baggern geräumt.
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Nach der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums wird sie nun auch in den künstlichen Gräben Norddeutschlands immer seltener. Die Gründe für den Rückgang sind weitgehend unbekannt. Die Hanseatische Naturentwicklung (haneg) will die Fortpflanzung der Krebsschere in Bremen sichern und sie als Leitart für das Ökosystem in den Gräben erhalten. Gefördert wird das Projekt mit 260.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Die Kooperationspartner - der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Stadt Bremen, der Bremische Deichverband am rechten Weserufer sowie die Hochschule Bremen – bringen Eigenmittel in das Projekt ein. Durch Eindeichung, Maßnahmen zum Gewässerausbau und zur Entwässerung sind die Auen der Flussläufe weitgehend aus dem Landschaftsbild verschwunden. Die Krebsschere brauchte dieses Auen, da es hier in regelmäßigen Abständen zu Überschwemmungen gekommen ist. Durch die Hochwasser konnte die Krebsschere neue Lebensräume erschließen und sich so optimal ausbreiten. Die regelmäßige Räumung der Gräben ersetze nun diese lebenswichtige Dynamik. Grabenräumung in den Spätsommer vorverlegen „Verlandete Gräben werden mit Baggern umweltschonend geräumt. Wir möchten außerdem die Grabenräumung in den Spätsommer vorverlegen, um herauszufinden, ob ein Wiederbesiedeln während der Vegetationsperiode erfolgreicher ist", so Kerstin Kunze von der haneg. Bis jetzt werden die Gräben in der Regel im Oktober geräumt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch bereitet sich die Krebsschere auf das Überwintern vor. Überwinterung - ein einmaliger Vorgang in der Pflanzenwelt Sie sinkt im Spätherbst auf den Boden ab und steigt im Frühjahr wieder an die Wasseroberfläche auf. Krebsschere pflanzt sich vorwiegend über Ableger fort Da weibliche und männliche Exemplare oft in getrennten Beständen vorkommen, pflanzt sie sich vorwiegend über Ableger fort. Gezielte Pflanzmaßnahmen sollen die Vermehrung der Krebsschere durch Samen fördern. Pumpen sollen salzhaltiges Grundwasser in die Gräben leiten und zur Senkung der Gewässerdynamik einzelne Gräben vom Grabensystem abgekoppelt werden. „Eine optimale Wasserqualität und eine geringe Fließgeschwindigkeit sind von großer Bedeutung für die Krebsschere", ergänzt Kunze. Nutzen für Pflanze und Tier - Grüne Mosaikjungfer profitiert von Krebsschere Vom Schutz der Krebsschere profitieren viele andere Pflanzen und Tiere, so DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Die seltene Libellenart Grüne Mosaikjungfer etwa legt ihre Eier ausschließlich auf den Blattrosetten der Krebsschere ab. Daher hat die Erprobung geeigneter Schutzmaßnahmen im Projekt besondere Bedeutung. Der Schutz der Krebsschere selbst, aber auch die Sicherung der Lebensgemeinschaft von Pflanze und Libelle macht die Besonderheit des DBU-Projektes aus. Brickwedde: „Dieses Projekt hat einen sehr hohen langfristigen Nutzen für die Wasserpflanze, die Libelle sowie für das ganze Ökosystem der Gräben." |