Verbraucher können und müssen Marktmacht der Handelsketten unterlaufen
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| © Alois G. Auinger |
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IG-Milch Landwirte demonstrieren für ausreichende Milch-Erzeugerpreise
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Nach den von Handelsketten angekündigten drastischen Preissteigerungen bei Milchprodukten fordert der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Verbraucher auf, direkt bei den regionalen Landwirten auf Höfen und Wochenmärkten einzukaufen. Jahrzehntelang bekamen die deutschen Bauern wegen der Marktmacht des Handels pro Liter Milch lediglich 27 Cent, sie benötigen heute aber mindestens 40 Cent pro Liter. „Anstatt die Umsätze von Billigketten in die Höhe zu treiben, sollten Verbraucher durch den Direkteinkauf bei Bauern die Erzeuger als schwächstes Glied unterstützen“, sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Aktion Bio-Botschafter Dazu will der DNR mit seiner Aktion Bio-Botschafter beitragen, bei welcher Mitglieder der Naturschutzverbände durch Schulungen Basisinformationen zur ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft erhalten. Die Bio-Botschafter sollen mit Aufklärungsaktionen zum nachhaltigen Konsum von Produkten des ökologischen Landbaus aus der Region etwa durch Gemeinschaftseinkäufe ermutigen. Landwirte bekommen 4 Cent mehr, Handelsketten wollen Preise um 50 % anheben Die von Billigketten angekündigten Preissteigerung bei Milchprodukten um etwa 50 % sind nach Auffassung des DNR angesichts der seit Anfang des Jahres erfolgten geringen Preisanhebungen für einen Liter Milch bei den Landwirten von 27 auf 31 Cent völlig überzogen. Anbau von Pflanzen für Biotreibstoffproduktion bringt weitere Preissteigerungen Der Preisdruck auf Lebensmittel wird schon allein dadurch zunehmen, dass landwirtschaftliche Flächen zunehmend durch Pflanzen wie Raps für Bio-Diesel und Mais für Biogas-Anlagen genutzt werden. Für den DNR muss aber die ökologische Erzeugung von Nahrungsmitteln absoluten Vorrang behalten. |