Zwei Drittel aller europäischen Feuchtgebiete bereits zerstört
Diese Tatsache hat eine besondere Dramatik, da im vergangenen Jahrhundert zwei Drittel aller Feuchtgebiete in Europa bereits zerstört wurden. Seit 1985 hat die bewässerte landwirtschaftliche Fläche um 20% zugenommen. Nur 38 % der Seen in Deutschland werden nach aktuellen Untersuchungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Jahr 2015 den in der EU Wasserrahmenrichtlinie angestrebten guten ökologischen Zustand erreichen. Überhöhte Nährstoffzufuhr und die Zerstörung von Uferzonen sind wesentliche Ursachen für die starke Belastung der Seen in Deutschland. In Wassereinzugsgebieten überschneiden sich die europäische Politik zum Wasserschutz und die Naturschutzgesetzgebung. Konferenz bringt Wasser- und Naturschutzexperten zusammen
„Deshalb ist es wichtig, dass Wasser- und Naturschutzbehörden sowie private Interessensvertreter in diesen Bereichen optimal zusammenarbeiten“, so Frau Jessel. Von heute an bis zum 26. September treffen sich rund 250 Seenschützer aus 30 Ländern am Trasimeno-See in Italien. Sie stellen die kulturelle Bedeutung ihrer Seen vor und diskutieren Strategien, wie kulturelle und spirituelle Traditionen zum Schutz der Seen beitragen können. Die Auswirkungen des Klimawandels und Belastungen des wachsenden Anbaus von Energiepflanzen auf Seen und Feuchtgebiete sind weitere Schwerpunkte.
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