Forenbeitrag:

Klima
Klimaneutrale Produkte – warum entsteht sofort Misstrauen und Kritik.
17.12.2009 23:45:39 von Tokarski

Klimaneutrale Produkte – warum entsteht sofort Misstrauen und Kritik.

Es ist schon etwas befremdend, wenn Firmen und Unternehmer in Deutschland versuchen etwas Gutes für die Umwelt zu tun, z.B. freiwillig klimaneutrale Produkte anzubieten, dann sind sofort Zweifler und Kritiker am Thema.
Hingegen wenn mit billig, billiger und Geiz ist... geworben wird, ist das in Ordnung und kein Zweifler oder Kritiker kommt auf die Idee nachzufragen wie ökologisch die Ware produziert wurde.

Verkehrte Welt – warum muss sich ein Unternehmer mit umweltfreundlicher Einstellung und mit klimafreundlichen, ökologischen Produkten immer wieder rechtfertigen und die vielen anderen Anbieter kommen, dadurch das sie nichts für die ökologische Produktion tun, erst gar nicht ins Gerede.

Wir alle sollten die Unternehmer, die auf freiwilliger Basis klimaneutrale Produkte anbieten, unterstützen und umweltfreundlichen Waren den Vorzug geben – die Welt gehört nicht uns.

Klimaneutralität bedeutet den Ausgleich von schädlichen Treibhausgasen, das heißt:
unvermeidbare CO2-Emissionen, welche bei der Produktion von jeglichen Waren entstehen, werden berechnet und durch Neutralisation oder durch die Einsparung der berechneten Emissionsmenge an anderer Stelle wieder ausgeglichen.

Natürlich ist es zwingend nötig alle vermeidbaren Emissionen auf das Minimum zu reduzieren, dann ist es auf jeden Fall löblich, die verbleibenden unvermeidbaren Emissionen durch den Ankauf und Stilllegung von ökologisch hochwertigen Emissionsminderungs-Zertifikaten auszugleichen. Über diese Zertifikate finanzieren sich anerkannte Klimaschutzprojekte in aller Welt, wie zum Beispiel ein Wasserkraftwerk in Guatemala oder ein Windpark in Indien. Voraussetzung ist natürlich, daß es sich um zertifizierte Projekte handelt, die neben ökologischen auch die sozialen Aspekte vor Ort berücksichtigen.
Fazit: klimaneutrale Produkte sind eine sinnvolle Ergänzung im aktiven Klimaschutz.

Bernhard Tokarski
www.senser-druck.de
www.flyer-wahn.eu
www.pix4print.de
Bergstraße 3
86199 Augsburg
anfragen(at)senser-druck.de

Über Senser Druck GmbH:
Wir legen besonderen Wert auf ökologische Produktionsverfahren. Wir „leben“ täglich mit der Verantwortung Klimaschutz. Wir drucken klimaneutral nach dem bewährten ClimatePartner Prozess, wir drucken mit mineralölfreien Biofarben auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe wie z.B. Rapsöl und verschiedener Holzöle, wir verwenden nur TÜV-zertifizierten Ökostrom aus Wasserkraft und produzieren mit unserer hauseigenen Solarstromanlage etwa 20 % unseres Strombedarfs selbst. Die Maschinenabwärme unserer Druckmaschinen werden über einen Wärmetauscher zum heizen unserer Buchbinderei genutzt. Die von uns verwendeten Papier sind ausschließlich aus forstwirtschaftlichen kontrolliertem Waldanbau. Unsere Firmenwagen wurden bereits durch spritsparende und kleinere Wagen ersetzt. Wir haben noch viel vor und sind täglich bemüht, den Produktionsablauf ökologischer zu gestalten.

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, 20.02.2010 22:53:58
Kommentar zum Artikel von: Tokarski, 17.12.2009 23:45:39
Es ist nicht erwünscht, zu den aufgeführten Positionen alternative, gleichwertige Produkte anzubieten. Nebenangebote sind nicht zugelassen.

Mit diesen Worten wird im Leistungstext einer Ausschreibung -öffentliche Ausschreibung im öffentlichen Verfahren- zur Beschaffung von Ölbindemittel für Autobahn-und Straßenmeistereien ausgegrenzt.
Gefordertes Grundmaterial: Moler/Diatomeenerde oder gleichwertiger Art.

Das bedeutet, anderes Grundmaterial ist nicht erwünscht, auch als Nebenangebot nicht zugelassen.
Darf anderes, möglicherweise die Umwelt mehr schonendes, oder vielleicht noch besser geeignetes Material nicht zugelassen werden?
Warum wird anderes Grundmaterial ausgegrenzt, während die ausschreibende Stelle anhand ihrer Kriterien unwiderlegbar wissen muss, dass Angebote mit anderem Grundmaterial durchaus zu erwarten wären?

Ich bin Anbieter von Ölbinder aus Maisspindelgranulat. Von einer Beteiligung an dieser Ausschreibung bin ich ausgeschlossen, nur weil Maisspindelgranulat als Pflanzenstoff ein anderes Material ist.

Nutzung von Produkten aus nachwachsenden Pflanzen-Rohstoffen ist nicht erwünscht? Denken verboten? "Denkste"...

www.oelbinder.de

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