Greenpeace fordert "Grünen Schutzwall" um weitere Waldzerstörung zu vermeiden
|
| © photocase.com |
 |
|
|
Der Schutz des Regenwaldes wird auch den Orang Utans gut tun.
|
|
| © Bruno Manser |
 |
|
|
Der Grund für die Urwaldzerstörung liegt u.a. im lukrativen Holzhandel, bei dem in der Holzheimat kaum Geld - dafür aber eine Wüste verbleibt.
|
|
"Wir freuen uns riesig über die neuen Schutzgebiete", sagt Martin Kaiser, Waldexperte bei Greenpeace. "Doch der Amazonas-Urwald braucht eine richtige 'Green Wall', einen Wall aus Wald-Schutzgebieten, um langfristig erhalten zu bleiben. Neben den Holzfällern sind es immer mehr Agrarfirmen, die in den Amazonas-Urwald eindringen und ihn abbrennen. Dort bauen sie vor allem Soja an, das wir in Europa an Schweine verfüttern, damit wir mehr Fleisch essen können. Wir essen Amazonien auf. Das muss der Grüne Schutzwall verhindern." Drei verschiedene Schutzgebietsarten Die Entscheidung von Lula beinhaltet drei verschiedene Arten von Schutzgebieten: 1,6 Millionen Hektar werden dauerhaft geschützt. Dort dürfen keine Bäume abgesägt oder verbrannt werden. Auf weiteren 2,8 Millionen Hektar soll die Waldnutzung zwar erlaubt sein, aber nur mit ökologischen und sozialen Auflagen. Für zwei Millionen Hektar sollen klare Nutzungsvorgaben zum langfristigen Erhalt des Waldes beitragen. Jedes Jahr werden 15 Millionen Hektar Urwald vernichtet Doch das reicht nicht aus, da jedes Jahr weltweit etwa 15 Millionen Hektar Urwald vernichtet werden. Um die letzten Urwälder der Erde zu retten, fordert Greenpeace ein weltweites Netz von Schutzgebieten. Deren Einrichtung muss die UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) beschleunigen, die das nächste Mal vom 20.-31. März 2006 im brasilianischen Curitiba tagt. Schutzgebiet stärkt illegalen Hafen "Traurig ist, dass das neue Schutzgebiet indirekt den illegal gebauten Hafen in Santarém stärkt", sagt Martin Kaiser. Denn im Rahmen der Einrichtung der neuen Schutzgebiete droht, dass die angrenzende Bundesstraße BR-163 geteert wird. Dadurch soll sie auch außerhalb der Regenzeit befahrbar werden. Die Folge: Soja-Produzenten können ganzjährig Soja nach Santarém transportieren und dort nach Asien oder Europa verschiffen. Seither hat die Anbaufläche von Soja im Amazonas massiv zugenommen.
|