Schutzmaßnahmen erforderlich
Während Studien von 1996 noch von einem Bestand von mehr als 6.200 Koalas in der „Koala Coast”-Region ausgehen, wurde bereits nach zehn Jahren ein starker Rückgang auf nur noch etwa 4.600 Tiere belegt und die Koalas als gefährdet eingestuft. In nur drei Jahren ist diese Population nun auf weniger als 2.300 Individuen geschrumpft und hat sich damit mehr als halbiert. „Ein ähnlicher Verlust in den kommenden Jahren würde das Aus für diese Population bedeuten”, fügt Birgit Braun besorgt hinzu. ”Es ist höchste Zeit, effektive Schutzmaßnahmen umzusetzen.”
Verein: Konflikte untersuchen und Strategien zur Lösung entwickeln Neben der Ausweisung weiterer Schutzgebiete müssen die Konfliktsituationen im städtischen Randbereich besser untersucht und Lösungsstrategien entwickelt werden. Denn die aktuelle Studie weist auch darauf hin, dass der Verlust von Koalas durch Autos und Hunde in den zum Koala-Lebensraum zählenden städtischen Randgebieten durch Zuwanderung von Tieren aus dem angrenzenden Buschland ausgeglichen wird. „Dadurch stehen diese Koalas vor der großen Gefahr, das gleiche Schicksal, wie ihre Vorgänger zu erleiden,” erläutert Birgit Braun. Hier müssen Wege für ein Miteinander von Koalas und Menschen in besiedelten Gebieten gefunden werden. Dazu gehören oftmals einfache Verhaltensweisen, wie beispielsweise das Anleinen von Hunden oder das umsichtige Fahren an Stellen und zu Tageszeiten, an denen Koalas häufig die Straßen überqueren. |