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Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert den guten öko-logischen Zustand und sieht die Gewässerunterhaltung in der Pflicht. Ausgehend von dem Leitbild einer nach-haltigen Entwicklung (Rio 1992) konkretisiert sie den Rahmen für eine umfassende integrierte Bewirtschaf-tung der Gewässer. Pflege und Entwicklung werden zu zentralen Begriffen. Sie bezeichnen dabei nicht den Zweck oder das Ziel der Unterhaltung, sondern Mittel, Wege und Instrumente zur Erreichung der Ziele. Insbe-sondere die Entwicklung als Zustandsverbesserung be-zieht dabei den Seitenraum (Ufersaum) bewusst mit ein. Die konkrete Umsetzung von Pflege- und Entwick-lungsmaßnahmen erfordert die Kenntnis von ökologischen Charakteristika als wesentliche Basis.
Für Gewässerunterhalter werden damit Grundkenntnisse zur Unterscheidung von Fliess- und Stillgewässern, die Bedeutung des Seitenraumes, Steuerung von Pflan-zenwachstum, den ökologischen Folgewirkungen von Eingriffen und die Vernetzung mit weiteren gesellschaftlichen Themen zunehmend an Bedeutung erlangen.
Das Seminar bietet einen Überblick in ökologische Grundlagen von Gewässern II. und III. Ordnung und Demonstrationen vor Ort. Dabei werden konventionelle und alternative wie auch neue Methoden vorgestellt und erläutert. Schwerpunkte sind die Bedeutung der Bachsohle als Lebensraum, der naturschonenden Unterhaltung mit dem Mähkorb, die Bedeutung von Auen, sowie des Werkzeugs „Unterhaltung“ für die Zielerreichung „sehr guter und guter Zustand“.
Das Seminar wendet sich an Mitarbeiter der Wasser- und Naturschutzbehörden, Vertreter von Zweckverbänden und sonstigen mit der Gewässerunterhaltung be-auftragten Institutionen, Vertreter der Wasserwirtschaftsdirektionen, von Planungs- und Ingenieurbüros sowie Umweltverbänden.
Veranstaltungsort:
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg
Veranstaltungszeiten:
9 bis 17 Uhr
Dieser Termin wurde vorgeschlagen von:
Dagmar Heyer
Institut für Wirtschaft und Umwelt e.V. |