Greenpeace fordert weitere Molkereien zum Handeln auf
|
| © photocase.com |
 |
|
|
Die Milchproduzenten werben mit Kühen auf Wiesen - diese Werbe-Idylle entspricht aber oft nicht der Realität.
|
|
"Wir freuen uns, dass Campina nun zum Vorreiter für gentechnikfreie Milch wird", sagt Alexander Hissting, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. "Die meisten Verbraucher wollen keine "Gen-Milch". In den deutschen Molkereizentralen sollten jetzt die Alarmglocken läuten." Noch immer werden viele Kühe in Deutschland mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert und produzieren so "Gen-Milch" für die Molkereien Müller Milch, Humana Milchunion und Hochwald. Selbst so genannte "Qualitätsmilch"-Hersteller wie Weihenstephan, Bärenmarke oder regionale Molkereien wie Breisgaumilch und Allgäuland wollen nicht zusichern, dass ihre Kühe ohne Gen-Pflanzen gefüttert werden. Greenpeace-Aktion damit erfolgreich
Greenpeace konnte 2006 nachweisen, dass Landliebe-Bauern importierte Gen-Pflanzen als Kuhfutter eingesetzt haben. Daraufhin informierten Greenpeace-Aktivisten bundesweit in Supermärkten über "Gen-Milch" von Landliebe. Tausende Verbraucher haben die Greenpeace-Forderungen mit Protestbriefen, Postkarten und Emails an Campina unterstützt. Paraleller Verzicht auf Soja als Futtermittel
Zusätzlich zur "ohne Gentechnik" Fütterung will Campina die Landliebe-Produkte nun ausschließlich mit europäischem Tierfutter erzeugen. Die Verwendung von Soja will die niederländische Firma mit deutschem Sitz in Heilbronn generell ausschließen. Der Soja-Anbau in Südamerika ist eine der Hauptursachen für die alarmierende Urwaldzerstörung. Durch die regionale Fütterung für die Marke Landliebe kann nun jährlich auf den Anbau von etwa 9.200 Tonnen Sojabohnen verzichtet werden. Dies entspricht einer Anbaufläche der Größe von 4.600 Fußballfeldern. |