Krankenkasse warnt vor Invasion der Nano-Technologie

18.11.2006 - Quelle/Text: Sonstiges/Eigenes Material

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Forschungsminister - aber beide haben zur Zeit noch keine Ahnung, welche Risikowelle durch die Invasion der Nanoteilchen auf die Verbraucher zukommt“, warnt die private Krankenkasse SECURVITA aus Hamburg.

Millionstel Millimeter kleine Wirkstoffe sollen zu Revolution führen

Nano
Die neue Technik ist verlockend - die Risiken dürfen aber nicht unbeachtet bleiben, fordert eine private Krankenkasse.

Die Nano-Technologie verspricht eine Revolution bei Medikamenten und Lebensmitteln. Mit millionstel Millimeter kleinen Wirkstoffen erhält die Medizin völlig neue Möglichkeiten: Arzneimittel können sozusagen in winzige U-Boote verpackt werden, die im Körper nicht mehr auf die Blutbahn angewiesen sind. Die Medikamente dringen direkt in betroffene Körperzellen ein, etwa in Tumor-Gewebe. Neue Krebstherapien sind denkbar. Und Lebensmittel erhalten mit Nano-Partikeln ganz neue Eigenschaften.

Nano-Forschung in Deutschland: bereits 1,3 Mrd. Euro Forschungssubventionen

Die industrielle Produktion ist bereits in den Startlöchern. Allein in Deutschland hat die Nano-Forschung bereits 1,3 Milliarden Euro an öffentlichen Fördergeldern erhalten, teilte das Forschungsministerium auf Anfrage mit. Aber Mediziner und Wissenschaftler rätseln immer noch über die möglichen Folgen der neuen Technologie.

Krankenkasse fordert zur Auseinandersetzung mit neuer Technologie auf - und bezeichnet diese als "Risiko-Technologie"

„Der Verbraucherschutz wird sträflich vernachlässigt“, kritisiert die bundesweite SECURVITA Krankenkasse in Hamburg. „Wir rufen Verbraucherzentralen, Umweltverbände und Krankenversicherungen dazu auf, sich mit der Nano-Technologie und ihren Folgen intensiv auseinanderzusetzen. Die Einführung einer Risiko-Technologie, der ein Marktvolumen von 100 Milliarden Euro vorhergesagt wird, erfordert einen klaren rechtlichen Rahmen und eine offene Akzeptanz- und Risiko-Debatte. Es darf keinen Goldrausch auf Kosten der Gesundheit geben!“

Krankenkasse: Auswirkungen sind nicht überschaubar

Die revolutionären Eigenschaften der Nano-Technologie sind faszinierend, aber die Auswirkungen sind noch kaum überschaubar. Sicher ist nur, dass die Nano-Partikel eine eigene, explosive Dynamik entfalten können. Je winziger die Teilchen, desto aktiver und rätselhafter werden sie. Sie entfalten Eigenschaften, die die Stoffe in der „normalen“ Welt nicht haben.

Gefahr: Stoffe könnten agressiver als Dieselrußpartikel werden

Das beinhaltet aber auch die Gefahr, dass sie giftig für den menschlichen Organismus sein können, noch viel agressiver als die Partikel im Dieselruß und Feinstaub.

Bisher keine Beachtung der Problematik in der Öffentlichkeit - und keine Hinweispflichten

„Die Nano-Invasion findet weitgehend im Verborgenen statt“, erklärte SECURVITA-Sprecher Norbert Schnorbach in Hamburg. Eine Reihe von Nano-Produkten wird schon hergestellt, aber die Verbraucher lässt man noch im Dunkeln tappen. Eine Hinweispflicht wie bei Zusatzstoffen, Lebensmittelchemie oder Gentechnik gibt es nicht.

Versuch der Umgehung einer kontroversen Debatte?

Kritiker befürchten, dass die Nano-Technologie schleichend eingeführt wird, um eine kontroverse öffentliche Debatte wie bei der Gentechnik zu vermeiden.

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Double Jay, 07.01.2007 18:45:30
Die komplette "Verschwisterung" aller maßgeblichen Einrichtungen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung mit Industrie und den abhängigen Politikern führte stets und führt weiterhin zu den unheilvollen Entwicklungen, daß immer erst dann, "wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist", gejammert wird, "das das ja hätte niemand so voraussehen können, niemand sooo gewoll-t hätte usw. usw.". Wem nützen diese Rituale ? Wie lange noch ? Einen "Trost" haben aber all die, die die "Hamsterrad-Arbeit" im ehren-, aber auch beruflichen Umweltschutz leisteten und leisten: "Diesmal wird es ALLE mitnehmen in das GROSSE STERBEN der Menschheit". KEINE Fluchtmöglichkeiten mehr: USA, Kanada, Südafrika usw. usw.
Trotzdem machen wir weiter:
11. Frankfurter Kolloquium "Umwelt u. Gesundheit", 17. März 2007 in Frankfurt a.M., Nanotechnologie-Risken sind auch ein Thema. Kontakt: info@dugi-ev.de oder info@bund-sachsen-anhalt.de
Kommt massenhaft. Danke
Allen ein 2007 voller Kraft und Mut zur Rebellion

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